Winterpause auf der Baustelle

Nachdem noch die Folie mit Latten auf das Dach genagelt wurde und die der Klinker vollständig angebracht wurde, ist die Baustelle quasi in den Winterschlaf verfallen. Seit ca. zwei Wochen ist nun schon (geplant) Pause und es geht erst nach Weihnachten im neuen Jahr weiter.

Die Pause haben wir aber aber noch einmal genutzt und einige Planungen mit den einzelnen Handwerkern vorgenommen:

1. Fensterbauer
Mit dem Fensterbauer (Kiese Fenstertechnik) sind wir durch alle Räume gegangen und haben jeweils die einzelnen Fenster im Detail geplant. Das bedeutet, wir haben uns entschieden, in welche Richtung die Fenster öffnen sollen und ob wir generell noch Abweichungen vom bisherigen Plan wünschen. Der Plan passte an allen Punkten sehr gut und dort haben wir nichts mehr verändert. Wir haben uns im Essbereich dafür entschieden, die Schiebetür des Fensterelements zum Garten in bodentiefer Ausführung zu wählen, um auf die lästige Stufe zu verzichten. Weiterhin wird es im 1. OG an den Fenstern eine Kindersicherung geben, damit die Zwerge nicht auf Stühle steigen und aus dem Fenster springen. Hier frage ich mich oft, machen Kinder das wirklich? Naja es kostet 15€ je Fenster…. da war die Diskussion schnell beendet und wir haben uns dafür entschieden. Die Fenster haben etwas längere Lieferzeit, da diese von außen in anthrazit foliert werden und sollen Anfang Februar eingebaut werden.

2. Sanitär
Mit Herrn Detmer (Detmer Sanitär Wallenhorst) haben wir neben den Details für die Bäder noch einmal grob die Heizungsanlage und deren Steuerungssysteme besprochen. In den Bädern sind wir aber schon komplett ins Detail gegangen und haben alle Positionen von Duschkopf über Badewanne bis Toilette genau besprochen. Er wird versuchen die Leitungen schon im Januar vollständig zu verlegen, damit die „Drecksarbeit“ erledigt ist, bevor die Fenster eingebaut sind.

3. Sanitärauswahl
Wir hatten hier vorher schon eine komplette Auswahl getroffen. Dies ist aber nun schon mehrere Monate her gewesen und wir wussten gar nicht mehr im Detail, was wir ausgewählt hatten. Daher wollten wir uns bei Cordes & Graefe noch einmal genauer umschauen und unsere Auswahl bestätigen. Da wir in der Zwischenzeit auch bereits ein Angebot von Herrn Detmer erhalten hatten, wussten wir auch, dass wir noch ein wenig Puffer in unserem Budget hatten, um unsere Auswahl zu verbessern. Das haben wir dann auch getan und uns noch einmal in einzelnen Kleinigkeiten für bessere Ausführungen entschieden. Es gibt jetzt eine Toilette ohne Spülrand und schönere Armatouren (das beste war der Produktname „der gute Griff“). Weithin haben wir uns auch in der zweiten Dusche für eine Ablaufrinne entschieden. Im ganzen ist das nun eine Mischung aus mehreren Programmen. Bei Waschbecken und Toilette sind wir bei Keramag Icon gelandet.

4. Elektroinstallation
Wir sind auch noch einmal mit dem Elektriker (Berger Gebäudetechnik) durch das 1. OG gegangen und haben dort die einzelnen Steckdosen und Lichtschalter festgelegt. Ich habe mich dazu entschieden die EDV-Verkabelung selbst durchzuführen und werde das nun wohl nach Abstimmung im Januar übernehmen. Den Teil traue ich mir komplett zu und spare mir dadurch für jede Netzwerkstrecke (Dose – Kabel – Dose) ca. 140€.

Lüsterklemme DigitalstromBei der „intelligenten“ Haustechnik haben wir uns für das System Digitalstrom entschieden. Dieses werden wir aber erst nur für die elektrischen Rollos verwenden und dann später sukzessiv ausbauen. Mit dem Start sind alle zentralen Komponenten enthalten und ich kann das System so wirklich später bedarfsgerecht optimieren. Das System benötigt keine zusätzlichen Kommunikationsleitungen, wie das klassische Bus-System und auch kein besonderes Schalterprogramm. So bleibt der Unterschied zur normalen Verkabelung nur die intelligente Lüsterklemmen (siehe Bild) an den Verbrauchern und Aktoren sowie die Steuerungstechnik im Sicherungskasten. Ich bin schon sehr gespannt, wie das alles nachher so funktionieren wird. Das System ist über Schnittstellen sehr offen gestaltet und hier habe ich mir auch vorgenommen selbst Hand anzulegen.

In diesem Bautagebuch berichte ich regelmäßig über den Fortschritt unseres Bauprojektes im Widukindland Osnabrück. Beim Bau werden wir durch Planen & Bauen aus Osnabrück betreut und freuen uns auf das Ergebnis und sind sehr gespannt. Einen Überblick über alle Beiträge sind im Bautagebuch zu finden.

Ein Gedanke zu „Winterpause auf der Baustelle“

  1. Wow. Die Kosten für die Netzwerkverkabelung hätte ich echt nicht so hoch eingeschätzt. Krass. Das lohnt sich dann definitiv das selber zu machen. Lässt dann quasi nur die Aussparungen für die Dosen machen und das Cat 6(?) Kabel schiebst dann selber durch die Rohre und bringst die Dosen dann an?

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