Kabel Deutschland, AlphaCrypt und TV Geräte mit integriertem DBV-C Tuner

kabel_deutschland_logoNachdem wir in unserer alten Wohnung verwöhnt vom digitalen Satelitenempfang waren und echt gutes TV-Bild hatten, waren wir in der neuen Wohnung schon recht enttäuscht weil dort nur ein Standard analoger Kabelanschluss zur Verfügung steht und außerhalb des T-Entertain-Bereichs in Osnabrück wohnen.

Nach einiger Zeit habe ich dann aber doch herausgefunden, dass es ja auch digitales Kabel-TV gibt. Nach Anruf bei unserem zuständigen Anbieter Kabel Deutschland wurde mir dort ein Abo inkl. Receiver angeboten, mit angeblich ganz tollen Bild. Auf die Nachfrage die technische Ausstattung des Receivers betreffend kam die ernüchternde Antwort: SCART Steinzeit-Technik. Nein danke. Was bringt digitaler Empfang, wenn man ihn dann wieder analog in den digitalen LCD-TV leitet? Richtig, fast nichts! Damit hatte ich mich dann erst mal wieder abgefunden.

Vor kurzem entdeckte ich dann Samsung TV-Geräte die einen integrierten digitalen DVB-C (c = cable) Tuner verbaut haben. Nun aber der Haken an der Geschichte: Diese TV-Geräte sind von Kabel Deutschland nicht zertiviziert und daher bekommt man für diese Geräte auch keine Smart-Card. Nach 4 Gesprächen mit Samsung und KD Hotline, dann folgende aussagen der beiden:

  • Kabel Deutschland: Das Gerät ist nicht zertifiziert, ich müsste einen extra Receiver erwerben (der mir zum Glück auch direkt an der Hotline angeboten wurde)
  • Samsung: Kabel Deutschland würde das System der TV-Hersteller (nicht nur Samsung) nicht unterstützen wollen, aber es gäbe da einen weg. Ich sollte bei KD nachfragen, welcher Verschlüsselungstyp verwendet wird und mir dann passend dafür eine CI-Karte kaufen. Die gäbe es in jedem Fachhandel. Diese könnte ich dann kombiniert mit der Smart-Card in den Samsung-TV stecken und fertig.
  • Kabel Deutschland: Nach Schilderung der Aussagen von Samsung der Hinweis, dass CI-Karten nicht zertifiziert würden und sie daher auch keine Informationen über Verschlüsselungen herausgeben würden wieder die Aufforderung einen Receiver zu kaufen.

Da habe ich dann keinen Bock mehr gehabt. Auf ging die Internetrecherche und dort bin ich fündig geworden:

  • Das Problem betrifft nicht nur Samsung, sondern auch Sony. Hier sind es beispielsweise die Geräte Samsung b650, b750,b6000, b7090, b8000
  • Man schaft sich für das Gerät eine AlphaCrypt CI-Karte an. Diese verbindet quasi Smart-Card über CI-Modul mit dem Gerät. Ich habe mich für die Light Variante entschieden: Amazon Link
  • Sobald man diese Karte erhalten hat ruft man bei KD an und bestellt sich eine Smart-Card, die die passende Verschlüsselung des Moduls versteht. Aber Vorsicht: Man darf eben nicht berichten, dass man ein solches Modul hat, sondern gibt vor eine D-Box2 zu haben. Dies Tatsache würde über die Seriennummer der fiktiven der D-Box2 geprüft. Dazu einfach eine dieser Nummern verwenden:
    • 13716381646586
    • 13716551355876
    • 13716961695575
    • 13716697735156
    • 13716795151129
    • 13716383712546
    • 13716381575266
    • 13716837234764
    • 13716975491939
    • 13716634622443
  • Daraufhin erhält man von Kabel Deutschland eine Smart-Card mit der man wie beschrieben, den DVB-C Tuner des TV-Gerätes nutzen kann.
  • Kleiner Hinweis noch: Nicht gleich verzweifeln, die Freischaltung der Karte dauert ein wenig. Einfach den TV ein wenig auf einem angeblich verschlüsselten Kanal laufen lassen und nach einiger Zeit kommt das Bild.

Insgesamt frage ich mich bei der ganzen Sache, warum Kabel Deutschland dort nicht ein wenig Kooperativer ist. Zu Beginn wollte ich doch einfach nur Kunde werden und musste dann diese ganzen Hürden überwinden, damit ich mich nicht auf die von Kabel Deutschland vertriebene Steinzeit-Technik verlassen muss. Vor allem müssten die doch auch wissen, dass jeder halbwegs fähige Mensch ins Internet gehen kann und sich dort genau eben diesen Weg informiert.

Was wirklich gut ist bei der Sache: Endlich wieder ein klares gestochenes Bild! Und das Alles für 2,95 EUR / Monat Aufpreis.

Hier noch einige links zum Thema:
Seriennummern für D-Box2 und andere Receiver: http://www.dbox2-tuning.net/stbnum.php
Forentopics zum Thema:

Festplatte 100% Zeit bei max. Aktivität

Bevor sich jetzt Bekannte fragen „warum schreibt der das hier“ der Hinweis: Ich habe zwei Stunden bei Google nach einer Problemlösung gesucht und möchte anderen das gleiche Schicksal ersparen. Wenn du als Leser also gerade kein Problem hast, auf das der Titel passen könnte wirds für dich ab jetzt wohl eher uninteressant, dem Rest kann ich vielleicht weiterhelfen.

Ich habe jetzt knapp eine Woche Windows 7 auf meinem System laufen und hatte bereits nach einigen Daten einige Probleme, wenn ich Dateioperationen ausführen wollte. Programme reagierten nur sehr sehr langsam und brauchten eine Ewigkeit (28 Stunden zum kopieren einer 9GB Datei) für simpelste Dinge. Gestern hatte ich endlich die Zeit, mich einmal genauer mit dem Problem zu befassen.

Meine Suche fing natürlich im Taskmanager an, um herauszufinden welches Programm evtl. das System ausbremst. Im Taskmanager sieht man ja zu jedem Programm die CPU Nutzung und dies lies erst einmal gar keine Schlüsse zu, da alle Prozess bei <5% lagen und der Leerlaufprozess der einzige Ausreißer war. Von dort ging es dann in den Ressourcenmonitor von Windows, in dem man sich explizit auch die Datenträger anschauen kann. Ergebnis war dieses Bild:

Bild 5

Hier konnte ich erst einmal feststellen, dass genau eine Festplatte/Partition die Probleme macht. Was mich vor allem wunderte: 100% Zeit mit max. Aktivität, aber dabei eine Übertragungsrate auf der Platte von 0KB/s. Im Graph unten rechts sieht man es auch noch einmal deutlich. Auf die Platte wird konstant zugegriffen, aber irgendwie werden keine Daten gelesen. Damit bin ich dann zu Google gegangen und habe unter anderem dieses Topic gefunden was mich erst auf die automatische Defragmentierung von Windows 7 / Windows Vista gebracht hat. Aber auch eine Deaktivierung dieses Dienstes hat nichts verbessert. Andere Sprachen in dem Topic aber auch von Festplattenproblemen bei Seagate Festplatten, die man mit einem Firmware Update beheben konnte.

Da ich allerdings eine Western Digital Platte hatte, habe ich dort mal nach einem Firmware Update für die Platte gesucht. Leider erfolglos, keine Updates für diese Serie waren vorhanden. Aber ein anderes Tool gabs: Data Lifeguard Diagnostic for Windows. Mit dem Tool kann man seine Festplatte auf Hardware-Probleme untersuchen und siehe da: Problem gefunden! Die Festplatte hat fehlerhafte Sektoren.

Zum Glück waren keine relevanten Daten mehr auf den defekten Sektoren, die ich nicht mehr sichern konnte und ich hab die Platte direkt aus dem System geschmissen. Heute hab ich dann direkt bei Western Digital eine RMA Nummer beantragt und schicke die Platte am Montag ein. 3 Jahre Garantie sind schon was feines 😉 Bin mal gespannt, wann der Ersatz kommt.

Das System läuft jetzt wieder einwandfrei und ich bin immer noch total von Windows 7 begeistert.

MSDNAA Windows 7 Professional ENG Language Pack installieren

41-Dnj4BjwL._SL500_AA240_Gestern habe ich es gewagt und wollte auf meinem letzten nich Apple-Gerät Windows 7 installieren. Da ich immer noch Zugriff auf das MSDNAA Programm habe habe ich mich dort einerseits mit Windows 7 Professional ENG 64bit (gabs leider nicht in deutsch) und dem Windows 7 Multilanguage Pack ausgestattet. Diese Kombination erschien mit logisch und los gings.

Die Installation hatte eine kleine Hürde: Mein Festplattenkontrolle musste in ein anderen Modus versetzt werden, damit Windows 7 davon booten konnte. Windows XP war das vorher egal…

In der Englischen Version angekommen machte ich mich als erstes an das Language Pack und habe verzweifelt nach einer Installationsmöglichkeit gesucht. Mit ein bisschen Hilfe von Freund google habe ich es dann aber geschafft. Ich Frage mich nun, warum bietet Microsoft im MSDNAA ein MultiLanguage Pack an, welches man nur mit Windows 7 Ultimate/Enterprise installieren kann und bietet diese Versionen aber eben nicht an. Naja Microsoft halt… Naja hier eine Anleitung:

  1. MultiLanguage CD ins Laufwerk packen
  2. „pkgmgr /ip /m:X:\langpacks\de-de“ ausführen (X müsst ihr hier entsprechend durch den passenden Laufwerksbuchstaben ersetzen.
  3. Das Programm läuft nun einige Zeit im Hintergrund und es ist kein offensichtlicher Fortschritt zu sehen. Wenn eure Festplattenkontrollleuchte nicht mehr blinkt, oder der „pkgmgr“ aus dem Taskmanager verschwunden ist, ist das Einspielen des Paketes aber fertig.
  4. Nun ladet ihr euch den Vistalizator (neuste Beta) herunter und startet ihn direkt.
  5. Dort habt ihr nun beide ausgewählten Sprachen zur Auswahl und stellt per „SELECT LANGUAGE“ einfach auf die deutsche um.
  6. Ein Reboot und alles läuft.

Ich habe das ganze mit der 64bit Version gemacht, andere haben geschrieben, sie hätten die 32bit Version verwendet. Scheint also beides zu gehen. Weitere Links und Dank an die Leute vom technikblog für die Hilfe.

btw.: Windows 7 finde ich bisher wirklich ganz gut gelungen